"Gefährlich ist niemals der Hund selbst, sondern nur die
Unwissenheit über seine Eigenschaften", Thomas Schoke,
Berlin, 1999
Centralasiatischer Owtscharka: der russische
Rasse-Name:
"Sredneasiatskaja
Owtscharka" -
(Sredneasiatskaya Ovcharka, Mittelasiatischer Ovcharka)
- ist ein offizieller "Sammelbegriff " für
verschiedene Herdenschutzhunde-Typen und Rassen
aus Zentralasien
(Afghanistan, Iran etc.) und der ehem.
Sowjetunion (Tadschikistan, Kirgisien,
Turkmenistan, Kasachstan, Usbekistan und den
Wolgasteppen...).
Die Rasse
Sredneaziatskaja Owtscharka ( in deutsch
Centralasiatischer Owtscharka) - ist eine selektiv
gezüchtete Hunderasse in Russland und den GUS Staaten,
sie ist zumindest teilweise das Ergebnis von Metisation,
auf Grund von Erbanlagen verschiedener Typen und Rassen
(?) von Herdenschutzhunden aus Zentralasien
(Tadschikistan, Turkmenistan, Uzbekistan, Kirgisstan,
Kasachstan, Afghanistan, Iran..), die so genannten
Alabai(y), Chopan It, Sagi Dahmardak, Buribossar, Turgus,
Chorchaschma, Tobet, Kauchi...
Sredneasiatskaya
Owtscharka seit 1989 als selbständige Hunderasse vom
F. C. I. anerkannt..
Ca. 8000 Jahre
Geschichte (Nach einigen Quellen!!!)... und noch immer
eine praktisch unbekannte Hunderasse... der
Centralasiatische Owtscharka....Asiatischer Wolkodaw !
Auf den nächsten Seiten erfahren Sie
einiges rund um den Hund... Es gibt viele Hunderassen,
aber wir möchten Ihnen hier den in Europa noch sehr
seltenen Herdenschutzhund aus Zentralasien (Mongolei
Afghanistan, Iran, Pakistan...) und der ehem.
Sowjetunion (Turkmenistan, Kirgizstan, Usbekistan,
Tadschikistan, Kasachstan und Wolgasteppen...), den
Centralasiatischen Owtscharka ( Zentralasiatischer
Owtscharka, Mittelasiatischer Owtscharka,
Sredneasiatskaya Ovcharka, Asiatischer Wolkodaw), etwas
näher bringen.
Die Vertreter dieser Rasse wurden als
Herdenschutzhunde gezüchtet und seit vielen Tausend
Jahren in ihren Heimatgebieten, ausschließlich für das
Beschützen und Bewachen der Herden verwendet. Sie
waren, in Bergen und Steppen, bei Wind und Wetter, im
Sommer und Winter, immer im Freien.
Heute lebt die Mehrheit von ihnen auf
kleinen Hofgrundstücken oder sogar in städtischen
Wohnungen. Die führenden Zentren der Züchtung des
Centralasiatischen Owtscharka befinden sich großen
Städten der ehemaligen Sowjetunion und des westlichen
Europas.
Hunde dieser Rasse, mit den
verschiedenen Typen und Schlägen, haben sehr viele
lokale Namen: Alabai , Tobet, Dachmarda, Kajuchi....der
allgemeine Name (er ist uns es auch lieber) :Asiatischer
Wolkodaw (Wolfstöter), aber wir werden ihn "Centralasiatischer
Owtschaka" nennen, als "Sammelbegriff".
Die Rasse ist seit 1989 vom F. C. I.
offiziell anerkannt und eingetragen in Rassenverzeichnis
unter Numer-335, Gruppe 2.2, Hirtenhunde,
Herdenschutzhunde.
"Der Hund ist das einzige
Lebewesen, das uns mehr liebt als wir selbst." Fritz
von Unruh
Unter dem
Sammelbegriff "Herdenschutzhunde"
werden all jene Hunderassen zusammengefasst,
die jahrhundertelang zu dem ausschließlich
Zweck gezüchtet wurden, Nutztiere vor
Beutegreifern und Dieben zu beschützen.
Der Begriff Herdenschutzhunde ist im
deutschen Sprachraum erst seit kurzem
geläufig . Bis dahin wurde dieser Hundetyp
unter dem Oberbegriff Hirtenhunde mit Hüte-
und Treibhunden zusammengefasst
Eine häufig anzutreffende Fehlerschätzung
entsteht durch den missverständlich
benutzten Begriff "Hirtenhund", wobei
Herdenschutzhunde und Hütehunde unter einem
gemeinsamen Oberbegriff zusammengefasst
werden.
Klassische Hütehunde sind der Australian
Cattle Dog oder im europäischen Raum Border
Collie, die Belgischen Schäferhunde oder der
Briard.
Herdenschutzhunde nehmen keine oder nur eine
sehr geringe Hütefunktion wahr, das Treiben
und Zusammenhalten einer Herde gehört nicht
zu ihren ursprünglichen Aufgaben und ist ,
obwohl es gelegentlich vorkommt, eher als
Zufallsprodukt anzusehen.
Hütehunde sind sehr bewegliche, lauffreudige
Hunde, die aber körperlich und wesensbedingt
nicht zur Verteidigung der Herden geeignet
sind.
Herdenschutzhunde sind größer, schwerer und
kräftiger als Hütehunde, teilen aber deren
Beweglichkeit und Bewegungsfreude nicht.
Der wohl gravierendste
Unterschied zwischen Hüte- und
Herdenschutzhunden liegt weniger in der
Aufgabenverteilung , als in der Tatsache ,
dass Hütehunde beim Zusammenhalten und
treiben einer Herde aufgrund einer vom
Menschen vermittelten Ausbildung handelt,
Herdenschutzhunde ihre Schutzfunktion
hingegen ausschließlich durch ererbte
Wesenseigenschaften und von Alttieren
erlernte
Verhaltensweisen wahrnehmen.
Einem Herdenschutzhund können
Schutzverhalten und Verteidigungstechniken
nicht anerzogen werden. Die Anlage zu seinen
Fähigkeiten ist ererbtes Gut, das seinen
Schliff durch die Übernahme geeigneter
Techniken von älteren Tieren erfährt.
Hinsichtlich Quantität und Qualität des
Schutztriebes sind Modifikationen durch den
Menschen nur in geringem Umfang möglich.
Bei Centralasiatischer Owtscharka handelt es
sich vorab um großkalibrige, starkknochige
Herdenschutzhunde. Sie sind stets
kampfbereite und zum Kampf befähige Hunde,
deren Aufgabe aber nicht im Kampf an sich,
sonder darin bestand, Hirt und Herden durch
ihren Einsatz vor tierischen und
menschlichen Räuber zu schützen. Im
Gegensatz zu vielen anderen Hunderassen,
besitzen die Centralasiatischer Owtscharka
darum triebhafte Bindung zur Herde und
zeichnen sich zudem durch lebhafteres
Temperament und größere Beweglichkeit und
Ausdauer sowie oft durch eine gewisse
natürliche Schärfe aus.
Außerhalb ihres abgestammten Milieus werden
Centralasiatischer Owtscharka ihrer
Veranlagung gemäß heute vor allem als Wach-
und Schutzhunde gehalten... dem einerseits
Gutmütigkeit und Anhänglichkeit,
andererseits Abweihung alles Fremden
nachgerühmt werden. Seine Erziehung ist
nicht einfach und erfordert insbesondere
Ruhe, Ausgeglichenheit und Geduld.
"Heute ist die Rasse in Ihrer ursprünglichen
Form stark gefährdet, sei es durch Kriege,
politische Wirren oder den Verlust der
traditionellen landwirtschaftlichen und
sozialen Strukturen in ihren
Herkunftsländern. Anderswo bedrohen
mangelnde Selektion, unkontrollierte
Einkreuzungen und Inzucht ihre äußeren und
inneren genetischen Werte. Ihre körperliche
Kraft und Widerstandsfähigkeit, ihr
ausgeglichener Charakter, ihr sicherer
Instinkt und ganz besonders ihre
Langlebigkeit stellen einen
außerordentlichen genetischen Reichtum
dar..." (Ronald Guldenschuh, Frankreich,
CAO-Zucht "Montindigo")
Die Zuchtstandards der
Herdenschutzhunderassen
Hunde, die ein vergleichbares
genetisches Ausgangsmaterial aufweisen oder
einfach nur Ähnlichkeiten bei bestimmten
Körpermarkmalen zeigen, bezeichnen wir als
Rasse und unterstellen mehr oder weniger
bewusst, dass es sich hierbei um einen
homogenen Verband von Tieren mit gleicher
Erscheinungsform und weitergehend identisch
Verhaltensweisen handelt.
Der Zuchtstandards vereint unter dem
Oberbegriff "Sredneasiatskaja Owtscharka"
mehrere verschiedene Schläge. Im Laufe der
Jahrhunderte haben sich einige Varietäten
des Centralasiatischer Owtscharka außerhalb
des ursprünglichen Herkunftsgebieten
eigenständig weiterentwickelt und zur
Entstehung neuer Rassen(?) oder Hundetypen
beigetragen.
Der moderne Zuchtstandard spricht aber trotz
aller Unterschiede nur von einer Rasse.
Wichtiger als bestimmte Farben oder Details
des Körperbaues ist der gesunde, kräftige
und harmonische Gesamteindruck des Hundes
sowie Ausgewogenheit der Proportionen der
einzelnen Körperpartien.
Ungeachtet regionaler Unterschiede muss der
ideale Centralasiatischer Owtscharka
kraftvoll, athletisch, stämmig und
starkknochig in Proportion zur Schulterhöhe
sein. Die Muskulatur muss stark und gut
entwickelt sein. Das Gewicht soll in guter
Proportion zur Größe und zum Knochenbau
stehen.
Alle
regionalen Schläge sollen unter diesem Standard
bewertet werden , ohne einen bestimmten Typus zu
bevorzugen !
Das Verhalten auf
Ausstellungen soll willig, kontrolliert und
angepasst sein.
Der
Hund muss die Berührung durch einen Zuchtrichter
zulassen. Das Öffnen der Schnauze soll nur vom
Besitzer des Hundes vorgenommen werden.
Aggressivität gegenüber anderen Hunde während
der Vorführung darf nicht negativ gewertet
werden, jedoch sollen von den Zuchtrichtern alle
Hunde disqualifiziert werden, die nicht
zuverlässig unter der Kontrolle des Vorführenden
stehen.
Nicht nur Richter will und muss den Hund
anfassen, abtasten, Zähne und Gebäudeanatomie
des Hundes untersuchen, bei Rüden die Hoden
kontrollieren, auch Besucher und deren Kinder
kommen bei Ausstellung auf den Hund zu und
wollen ihn streicheln- und das manchmal recht
unüberlegt.
Wieder ist der Hundebesitzer gefordert , seinen
Hund richtig einzuschätzen und sich seinen
Vierbeiner vorausschauend zu platzieren , den
Hund im Auge und im Griff zu halten.
Dennoch bedeutet ein Ausstellungstag auch
allgemein viel Stress für den Hund und
zusätzliche Belastung dadurch, dass die meisten
Besitzer nervös und zappelig dem Treiben im um
den Ring beiwohnen.
Diese Stimmungsübertragung darf nicht
unterschätzt werden